Krankheitsbild Migräne: Warum sich Anfälle unter Schmerzmitteln häufen

Kopfschmerzbehandlung
Im akuten Migräne-Anfall beser ohne Medikamente behandeln

Die gängige Empfehlung von Schulmedizinern und Apothekern beim Krankheitsbild Migräne lautet meist, frühzeitig Schmerzmittel einzunehmen. Für die naturheilkundlich arbeitenden Ärzte der Klinik am Steigerwald, ist dies das falsche Mittel.

Patienten, die ihre Anfälle nicht mit Medikamenten unterdrücken, machen nämlich bemerkenswerte Beobachtung: Nach dem der Anfall ohne „Hilfsmittel“ überstanden ist, haben sie für einen längeren Zeitraum Ruhe vor den Attacken. Der Zustand kann für Tage oder Wochen stabil sein – so als ob sich mit dem Anfall etwas entladen hätte. Nach einem durchgestandenen Migräne-Anfall gerät der Patient in eine Phase, in der er gegen die sonst so gefährlichen Anfallsauslöser gefeit ist. Nach dem Anfall wird das Eis dann von Tag zu Tag und von Woche zu Woche immer dünner: Es baut sich zunehmend eine vulnerable, instabile Verfassung auf, bis schließlich geringste Reize ausreichen, um einen Anfall auszulösen. Bei aufmerksamer Beobachtung der Anfallsabfolge drängt sich der Eindruck auf, dass mit dem Anfall eine Art Spannung abgelassen wird, die sich dann bis zum nächsten Anfall kontinuierlich wiederaufbaut.

Die Einnahme schmerzlindernder Medikamente wirkt sich also offenbar ungünstig auf den „natürlichen“ Verlauf des Krankheitsbildes Migräne aus. Der Anfall wird durch die frühzeitige Einnahme von akut wirksamen Medikamenten „kupiert“. Der nächste Anfall kommt früher. Das Kupieren des Migräne-Anfalls hinterlässt sozusagen einen unerledigten Rest in der Anfallsabwicklung, es bleibt eine Art Nachholbedarf, der den nächsten Anfall früher herbeiruft als im unbehandelten Fall.


Merke! Mit dem akuten Anfall wird eine Art Spannung entlassen, die sich bis zum nächsten Anfall wiederaufbaut. Wird die Attacke hingegen mit Schmerzmitteln unterdrückt, kann diese Entladung nicht erfolgen. Da sich die Spannung aber nach wie vor im Körper befindet, kommt der nächste Anfall früher als im unbehandelten Fall.

Die Art der eingesetzten Substanz scheint dabei unerheblich. Ob Triptane, Ergotamin oder Aspirin eingenommen werden, entscheidend ist allein die Tatsache, dass der Schmerz genommen wird. Häufig geraten Betroffene mit dem Krankheitsbild Migräne so einen Teufelskreis und kämpfen immer häufiger mit unerträglichen Schmerzen und starker Übelkeit, welche sich durch die üblichen Arzneien oft weiter verschlimmern. 

Eine Behandlung nach den Chinesischen Leitkriterien sieht zuerst die Entwöhnung von Medikamenten vor. Um die Migräne-verursachenden Spannung langfristig zu lösen, bedarf es einer umfangreichen Ursachenforschung und zielgerichteten Behandlung.


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Studie Migräne

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